Giftige Chemikalie gefährdet Schweizer Bauernhöfe
Im St. Galler Kantonsrat wurden bisher acht Vorstösse zum Thema PFAS eingereicht, das viele offene Fragen aufwirft. Die problematische Chemikalie ist ein wichtiges Thema in der politischen Arena des Kantons Sankt Gallen. Trotzdem sind nur zwei der Vorstösse bisher beantwortet worden, da es noch zu früh für einige Antworten ist. Die meisten Böden im Kanton sind nicht mit PFAS belastet, aber es wurden bereits Massnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf Landwirte zu minimieren.
Bisher wurden 26 Bauernbetriebe von den Massnahmen betroffen, die Empfehlungen zur Reduzierung der PFAS-Belastung erhalten haben. In neun Betrieben mit belastetem Fleisch wurden Senkungsmassnahmen angeordnet, darunter die Einschränkung des Trinkwassers für Tiere auf die öffentliche Versorgung. Die Frage, inwieweit Futtermittel eine Rolle spielen, ist noch ungeklärt und weitere Untersuchungen werden derzeit durchgeführt, um die Auswirkungen auf die Landwirtschaft zu verstehen.
Ein Problem bei der Bewältigung der PFAS-Krise sind fehlende Grenzwerte, insbesondere im Zusammenhang mit der Belastung von Milch. Der Bund plant, einen Höchstwert der EU für 2026 zu übernehmen, aber für Obst, Gemüse und Ackerbau stehen noch keine solchen Grenzwerte fest. Die Suche nach Lösungen und die Bestimmung der Verantwortlichen für die Bodenbelastung durch PFAS sind entscheidende Schritte, um die Krise zu bewältigen und die Landwirte zu unterstützen.
Die finanzielle Unterstützung der Landwirte, die von den Auswirkungen der PFAS-Belastung betroffen sind, ist ein grosses Thema. Die Regierung plant, eine Vorlage für Härtefälle vorzulegen und eine Kommission hat bereits mit der Vorbereitung des Geschäfts begonnen. Die Ursachen für die Bodenbelastung durch PFAS müssen ebenfalls untersucht werden, insbesondere im Zusammenhang mit der Ausbringung von Klärschlamm im Kanton St. Gallen. Es wird gefordert, die Verursacher der Misere zu benennen und massgebliche Massnahmen zu ergreifen.
Die Frage, wer letztendlich die Kosten für die Bewältigung der PFAS-Krise tragen wird, ist von grosser Bedeutung. Es wird diskutiert, ob Betreiber von Abwasserreinigungsanlagen, die Klärschlamm als Dünger für Landwirte verwendeten, mit Kostenfolgen oder Ersatzforderungen rechnen müssen. Regierungsrätin Hartmann betonte, dass die Belastung der Böden durch PFAS ein globales Problem ist und nicht nur Sankt Gallen betrifft. Es ist wichtig, dass die Regierung und die politischen Parteien zusammenarbeiten, um Lösungen für die PFAS-Krise zu finden und die Landwirte angemessen zu unterstützen.





