Ausland

Chef von Telegram bleibt nach Festnahme in Frankreich in Haft

Pawel Durow, der Gründer der Messenger-App Telegram, wurde in Frankreich festgenommen und bleibt vorerst in Polizeigewahrsam. Die Haft wurde zur Vernehmung des Unternehmers verlängert und kann bis zu 96 Stunden dauern. Der Untersuchungsrichter in Paris entschied am Sonntagabend, dass die Haft verlängert wird. Durow wurde am Flughafen Le Bourget bei Paris festgenommen, da gegen ihn Vorermittlungen wegen Betrug, Drogenhandel, Online-Mobbing, Organisierter Kriminalität und Förderung des Terrorismus vorliegen.

Telegram erklärte, dass Durow «nichts zu verbergen» habe und sich an europäische Gesetze halte. Der 39-Jährige mit russischer und französischer Staatsbürgerschaft reist häufig nach Europa. Telegram wird vorgeworfen, nicht genug dafür getan zu haben, die Nutzung seines Messenger-Dienstes für kriminelle Zwecke zu unterbinden. Der verschlüsselte Messengerdienst Telegram gilt als Alternative zu US-Plattformen und verweigert jegliche Herausgabe von Nutzerdaten, selbst bei Straftaten.

Telegram erlaubt Gruppen mit bis zu 200.000 Nutzern, was zu Vorwürfen führte, die Verbreitung von Falschinformationen, pädophilen oder rechtsextremen Inhalten und Verschwörungstheorien zu begünstigen. Der konkurrierende Messengerdienst Whatsapp führte 2019 Begrenzungen für die Weiterverbreitung von Beiträgen ein, nachdem ihm vorgeworfen wurde, die Verbreitung von Falschinformationen, die zu Lynchmorden in Indien führten, zu erleichtern. Es ist absurd, eine Plattform oder ihren Chef für den Missbrauch der Plattform verantwortlich zu machen, so Telegram.

In den Vorwürfen gegen Durow geht es unter anderem um Betrug, Drogenhandel, Online-Mobbing, Organisierte Kriminalität und Förderung des Terrorismus. Die Haft zur Vernehmung des Unternehmers wurde verlängert und kann bis zu 96 Stunden dauern. Der Untersuchungsrichter in Paris hat entschieden, dass Durow in Gewahrsam bleiben muss, bis weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Telegram beteuert, dass Durow nichts zu verbergen hat und die Plattform sich an die geltenden europäischen Gesetze hält.

Telegram ist bekannt für seinen verschlüsselten Messengerdienst, der sich als Alternative zu US-Plattformen etabliert hat. Der Messenger erlaubt Gruppen mit bis zu 200.000 Nutzern, was zu Vorwürfen führte, die Verbreitung von Falschinformationen und extremistischen Inhalten zu begünstigen. Whatsapp hatte 2019 Beschränkungen für die Weiterverbreitung von Beiträgen eingeführt, nachdem der App vorgeworfen wurde, die Verbreitung von Falschinformationen zu erleichtern. Telegram weigert sich, Nutzerdaten herauszugeben, selbst bei Straftaten.

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