Ausland

Keine Erhöhung der Reisenden-Daten mehr als zuvor.

Ein geplantes Meldegesetz für Touristen in Spanien sorgt für Verwirrung in der Reisebranche, doch das Innenministerium hat klar gestellt, dass keine zusätzlichen Daten abgefragt werden müssen. Das Gesetz soll am 2. Dezember in Kraft treten und Hoteliers oder Reiseagenturen müssen nicht mehr Informationen ihrer Kunden abfragen als bisher üblich, wie die Zeitungen «El País» und «El Mundo» berichteten. Zuvor hatte es Bedenken gegeben, dass durch das neue Gesetz eine Flut an zusätzlichen Kundendaten angefordert werden müssten.

Das Innenministerium in Madrid hat in einem Treffen mit Branchenvertretern des spanischen Unternehmerverbandes CEOE klargestellt, dass Unterkunft-, Reise- und Mietwagen-Anbieter nicht mehr Daten als bisher abfragen müssen. Es soll lediglich der Name und die Pass- oder Ausweisnummer abgefragt werden. Das neue Meldegesetz war ursprünglich aus Sicherheitsgründen beschlossen worden, hatte jedoch bisher mehrfach seine Einführung verschoben.

Das umstrittene «Marlaska-Dekret» soll Massnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit einführen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Registrierung und Übermittlung von Daten aus dem Tourismussektor. Besondere Bedeutung wird der Vernetzung mit polizeilichen Datenbanken beigemessen, um die Effektivität bei der Verhütung und Untersuchung von terroristischen Straftaten oder schwerer organisierter Kriminalität zu verbessern.

Der Tourismussektor macht in Spanien fast 14 Prozent der Wirtschaftsleistung aus, wobei dieser Wert in einigen Regionen deutlich höher liegt. Auf den Balearen-Inseln, wie Mallorca, beträgt der Anteil des Tourismussektors etwa 35 Prozent. Die Zahl der ausländischen Besucher wächst, im ersten achten Monaten des Jahres wurden bereits 64,3 Millionen Besucher verzeichnet. Die Statistikbehörde INE in Madrid kommunizierte diesen Rekord Anfang Oktober. Es wird erwartet, dass der Tourismussektor weiterhin eine wichtige Rolle in der spanischen Wirtschaft spielen wird.

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