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Folteropfer (15) rächt sich an Peinigerin – Anklage wegen Mordes

Eine 14-jährige wurde von einer Mädchenbande in Graz schwer misshandelt. Monate später rächte sich das Opfer, indem es einer der Peinigerinnen mit einem Messer in den Hintern stach. Als Konsequenz sitzt das Mädchen nun in U-Haft und wurde wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Graz sieht den Messerstich als versuchten Mord an.

Im Februar dieses Jahres wurde das Opfer von der Mädchenbande in ein leerstehendes Haus gelockt, dort verprügelt und gefoltert. Die Täterinnen filmten die grausame Tat und luden die Videos auf Social-Media-Plattformen hoch. Monate später entschied sich die 14-Jährige dafür, sich an einer der Peinigerinnen zu rächen und stach ihr mit einem Messer in den Hintern. Die Staatsanwaltschaft bezeichnet diese Tat als versuchten Mord.

Das Folteropfer berichtet, dass es sich verteidigen wollte, als die andere Person auf es zukam. Die 14-Jährige betonte, dass sie niemanden umbringen wollte, sondern die Person lediglich verletzen wollte. Trotzdem sitzt das Opfer seit fast vier Monaten in Untersuchungshaft, während die Peinigerinnen auf freiem Fuß sind. Der Anwalt des Mädchens äußert sich positiv und ist zuversichtlich, dass im Verfahren klar wird, dass das Opfer keinen Tötungsvorsatz hatte.

Der Prozess gegen das Folteropfer soll Mitte November stattfinden. Im schlimmsten Fall drohen dem Mädchen bis zu zehn Jahre Haft für die Racheaktion. Das Opfer gab an, frustriert gewesen zu sein, da die Justiz keine Maßnahmen gegen die Peinigerinnen ergriffen hatte. Die Anklage wirft dem Mädchen vor, mit voller Absicht versucht zu haben, die Peinigerin zu töten.

Die Geschichte der 14-jährigen Folteropferin, die sich erfolgreich rächte, hat in Österreich für Aufsehen gesorgt. Die Taten der Mädchenbande und die folgende Racheaktion haben viele Menschen im Land schockiert. Der Prozess gegen das Mädchen wird zeigen, welche Konsequenzen ihre Racheaktion haben wird und ob sie tatsächlich mit einer langen Haftstrafe rechnen muss. Die Anwälte und die Staatsanwaltschaft werden im Verfahren ihre Argumente präsentieren und versuchen, die Wahrheit hinter den Geschehnissen aufzudecken.

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