Fabrizio Freda, CEO von Estée Lauder, tritt zurück.

Fabrizio Freda, der Geschäftsführer von Estée Lauder, plant im Juni nächsten Jahres in den Ruhestand zu gehen. Er führte das Unternehmen 16 Jahre lang und machte es zu einer globalen Kraft in der Kosmetikindustrie. Trotz seines Rücktritts wird Freda das Unternehmen weiterhin leiten, bis ein Nachfolger ernannt wird.
Die Estée Lauder Companies suchen bereits nach einem Nachfolger für Freda und prüfen interne und externe Kandidaten. Das Unternehmen ist die Muttergesellschaft bekannter Marken wie Estée Lauder, Aramis, Clinique, The Ordinary, La Mer und Jo Malone. Die Jahre vor der Pandemie waren von starkem Wachstum geprägt, aber die Unsicherheiten durch COVID-19 haben das Unternehmen vor Herausforderungen gestellt.
Die Pandemie brachte Schwierigkeiten für Estée Lauder, vor allem im Duty-Free-Geschäft in Asien und China. Die Erholung gestaltete sich langsam aufgrund des schwachen Reiseverkehrs und einer unzureichenden Unternehmensplanung. Estée Lauder konnte auch nicht mit Start-up-Konkurrenten mithalten, die eine stärkere Präsenz in den sozialen Medien aufbauten.
Im aktuellen Geschäftsjahr 2025 erwartet Estée Lauder einen Umsatzrückgang von 1 bis 2 Prozent, was unter den Analystenprognosen liegt. Fabrizio Freda, der vor Estée Lauder bei Procter & Gamble tätig war, verdiente 2022 25,48 Millionen US-Dollar. Sein Rückzug markiert das Ende einer Ära und den Beginn eines neuen Führungsstils beim Kosmetikkonzern.
Trotz seiner aktuellen Herausforderungen hat Freda einen bedeutenden Beitrag zur Kosmetikbranche geleistet und wurde dafür sogar vom italienischen Präsidenten Sergio Mattarella geehrt. Der Abgang von Freda wirft ein Licht auf die zukünftige Entwicklung von Estée Lauder ohne seinen langjährigen CEO.





