Bund überprüft Anträge von fünf Kantonen
Im Herbst werden die Kantone Graubünden, Tessin, St. Gallen, Wallis und Waadt darauf warten, ab September möglicherweise präventiv Wölfe abschießen zu dürfen. Diese Entscheidung steht noch aus und bedarf einer Bewilligung vom Bund. Von September bis Januar könnten die Kantone unter bestimmten Bedingungen Wölfe abschießen, um Schäden zu verhindern. Die fünf Kantone haben bereits Gesuche beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) eingereicht, die derzeit geprüft werden.
Die Kantone müssen Gesuche zur Regulierung der Wolfsrudel einreichen, um präventive Abschüsse genehmigt zu bekommen. Die Gesuche der Kantone Graubünden, St. Gallen, Tessin, Waadt und Wallis befinden sich derzeit im Prüfprozess beim Bafu. Nach einer Prüfung werden die Gesuche entweder genehmigt oder abgelehnt. Bei Zustimmung können die Kantone die Abschüsse verfügen, um Präventivmaßnahmen zu ergreifen. Die Rechtsgrundlagen für präventive Abschüsse sind Teil des revidierten Jagdgesetzes.
Der Kanton Graubünden plant, im Herbst und Winter zwei Drittel aller diesjährigen Jungwölfe und zwei ganze Wolfsrudel zu schießen. Diese Maßnahmen dienen dem Schutz von Weidetieren und der Prävention von Schäden durch Wölfe. Es wird bereits diskutiert, ob präventive Abschüsse gerechtfertigt sind und wie sie zum Schutz der Tierwelt beitragen können. Die Kantone warten gespannt auf die Entscheidung des Bundes, um in Zukunft Wolfsabschüsse als präventive Maßnahmen durchführen zu können.
Die Diskussion um präventive Wolfsabschüsse ist kontrovers und wirft Fragen nach dem Schutz von Wildtieren und der Belastung von Weidetieren auf. Es ist wichtig, die Auswirkungen von Wölfen auf die Tierwelt zu berücksichtigen und geeignete Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren zu ergreifen. Die Kantone stehen vor der Herausforderung, eine Balance zwischen dem Schutz von Wölfen und der Sicherheit von Weidetieren zu finden. Präventive Wolfsabschüsse könnten eine Möglichkeit sein, um Konflikte zu vermeiden und die Population der Wölfe zu kontrollieren.
Es ist entscheidend, dass die Kantone mit Bedacht und unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren über präventive Abschüsse von Wölfen entscheiden. Die Auswirkungen auf das Ökosystem und die Tierwelt müssen sorgfältig abgewogen werden, um eine nachhaltige Lösung für das Zusammenleben von Wölfen und Weidetieren zu finden. Die Genehmigung der präventiven Abschüsse durch den Bund könnte einen wichtigen Schritt zur Regulierung der Wolfsbestände und zum Schutz von Weidetieren darstellen.
Insgesamt besteht die Hoffnung, dass die Kantone Graubünden, Tessin, St. Gallen, Wallis und Waadt die Bewilligung zur Durchführung präventiver Wolfsabschüsse erhalten, um Schäden an Weidetieren zu verhindern. Die Diskussion um präventive Abschüsse wird weitergehen und es wird entscheidend sein, eine ausgewogene Lösung zu finden, die den Schutz von Wildtieren und das Zusammenleben von Wölfen und Weidetieren berücksichtigt. Die Entscheidung des Bundes wird den weiteren Umgang mit präventiven Wolfsabschüssen in der Schweiz maßgeblich beeinflussen.





