Ausland

Die südkoreanische Autorin Han Kang erweckt Begeisterung

Die südkoreanische Autorin Han Kang wurde mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet und sorgte damit für große Überraschung und Begeisterung. Geboren in Gwangju im Jahr 1970, wurde sie in Seoul groß und studierte koreanische Literatur. Bekannt wurde sie durch ihren Roman „Die Vegetarierin“, der 2007 veröffentlicht wurde und 2016 mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet wurde. Dieser handelt von einer Frau, die sich weigert, Fleisch zu essen. Ihr Werk „Menschenwerk“ thematisiert das Gwangju-Massaker von 1980, bei dem hunderte Demonstranten getötet wurden. Ihr jüngstes Werk „Weißes Buch“ beschäftigt sich mit dem Tod ihrer älteren Schwester.

Die Entscheidung des Nobelkomitees, Han Kang mit dem Literaturnobelpreis auszuzeichnen, überraschte viele Literaturexperten, da sie nicht auf dem Radar vieler Beobachter war. Der koreanische Präsident Yoon Suk Yeol gratulierte persönlich und bezeichnete den Preis als Ehre für die koreanische Literatur und Kultur. Der Verlag in Deutschland, der Aufbau Verlag, plant weitere Werke der Autorin zu veröffentlichen, darunter bisher unübersetzte Texte. Han Kang selbst fühlt sich „geehrt und demütig zugleich“ über die Auszeichnung.

Der Nobelpreis für Han Kang könnte die koreanische Literatur weltweit bekannter machen und die Türen für andere koreanische Autoren öffnen. Dies wird als Chance gesehen, die globale Popularität der koreanischen Kultur, bekannt als „Hallyu-Effekt“, weiter zu fördern. Die Entscheidung des Nobelpreises für Han Kang zeigt auch das Interesse des Komitees an Büchern, die sich mit Themen wie Gewalt und menschlichem Leid auseinandersetzen. Han Kang wird als erste Südkoreanerin mit dieser Auszeichnung geehrt und setzt damit ein bedeutendes Zeichen für die Literatur ihres Landes.

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