Ausland

Deutsche Bahn erweitert Vorbuchungsfristen erheblich

Die Deutsche Bahn erweitert die Vorbuchungsfrist für Bahntickets von 6 auf 12 Monate im Voraus. Diese Änderung tritt am 16. Oktober in Kraft, wenn der neue Fahrplan für die Züge ab Mitte Dezember festgelegt wird. Die Maßnahme ist Teil eines Plans, um die Attraktivität des Fernverkehrs zu steigern.

Im Jahr 2024 hatte die Bahn mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, darunter Streiks, Extremwettereignisse und eine marode Infrastruktur, die das Vertrauen der Fahrgäste beeinträchtigten. Trotz einer starken Nachfrageentwicklung im Vorjahr war die Pünktlichkeit im Fernverkehr im August dieses Jahres extrem niedrig. Bis 2027 strebt die Bahn an, die Pünktlichkeit wieder auf über 75 Prozent zu steigern, was eine funktionierende Infrastruktur voraussetzt.

Um dies zu erreichen, plant die Bahn umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an 41 wichtigen Strecken und will zukünftige Bauvorhaben besser mit dem Fahrplan abstimmen. Es wird auch eine Ausweitung des Fernverkehrsangebots in den kommenden Jahren angestrebt, da dieser nur einen kleinen Teil des gesamten Schienenverkehrs in Deutschland ausmacht.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 sollen mehr Sprinter-Verbindungen, also ICE-Fahrten mit wenigen Halten, verfügbar sein. Bis Dezember 2026 plant die Bahn, 20 deutsche Großstädte mit einem halbstündlichen ICE-Takt im Fernverkehr anzubinden. Auch internationale Verbindungen sollen erweitert werden, um den Wünschen der Fahrgäste nachzukommen.

Zum Beispiel wird es ab Mitte Dezember eine neue Direktverbindung von Berlin nach Paris geben, die etwa acht Stunden dauern soll. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Qualität und Attraktivität des Fernverkehrs der Deutschen Bahn zu verbessern und das Vertrauen der Fahrgäste wiederherzustellen.

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