Der Theodor-Wolff-Preis wird an fünf Journalistinnen und Journalisten verliehen.
Der renommierte Theodor-Wolff-Preis wurde an fünf Journalistinnen und Journalisten verliehen, darunter Issio Ehrich, Helene Bubrowski, Fabian Huber, Agnes Polewka und Thilo Adam. Diese Auszeichnung gilt als eine der wichtigsten in der deutschen Medienlandschaft und wird vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) verliehen. Der mit 30.000 Euro dotierte Preis erinnert an den langjährigen Chefredakteur des „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff, und wird seit 1962 jährlich vergeben. Die Gewinner haben ihre Beiträge im vergangenen Jahr veröffentlicht.
Issio Ehrich erhielt den Preis in der Kategorie „Reportage“ für seinen Artikel über politische Konflikte in Niger. Fabian Huber wurde für das „Beste lokale Stück“ ausgezeichnet, das eine Reportage über Lastwagenfahrer beinhaltete. Agnes Polewka gewann in der Kategorie „Bestes lokales Digitalprojekt“ für ihren Nachrufe-Podcast über verstorbene Mannheimerinnen und Mannheimer. Helene Bubrowski erhielt den Preis in der Kategorie „Meinung“ für ihren Kommentar über Gelassenheit. Thilo Adam wurde für seinen Beitrag über den Nahostkonflikt und Deutschland ausgezeichnet.
Bei der Verleihung des Theodor-Wolff-Preises betonte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer die Notwendigkeit einer klaren Grenzziehung zwischen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und privaten Medienhäusern. Er forderte eine Reform, um Wettbewerbsnachteile für die Verleger zu verhindern, da diese Angebote der ARD im Internet als zu presseähnlich empfinden. Die Rundfunkkommission der Bundesländer arbeitet derzeit an einer Rundfunkreform, die noch in diesem Herbst vorgelegt werden soll.
Die Debatte um die Grenzziehung zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und privaten Medienhäusern ist schon seit längerer Zeit ein kontroverses Thema in der Medienpolitik. Verleger sehen die Angebote der ARD im Internet als konkurrenzschädlich an und fordern eine klare Trennung zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und privatwirtschaftlichen Medienunternehmen. Die unterschiedlichen Ansichten der Parteien haben in der Vergangenheit zu Streitigkeiten und Gerichtsprozessen geführt.
Die Vergabe des Theodor-Wolff-Preises würdigt herausragende journalistische Leistungen in verschiedenen Kategorien und unterstreicht die Bedeutung von qualitativ hochwertigem Journalismus in Deutschland. Die Gewinnerinnen und Gewinner haben mit ihren Beiträgen wichtige gesellschaftliche und politische Themen aufgegriffen und auf ihre individuelle Art und Weise präsentiert. Der Preis dient als Anerkennung und Ansporn für Journalistinnen und Journalisten, sich weiterhin für objektive und informative Berichterstattung einzusetzen.