Der Hells Angels Prozess in Wien neigt sich dem Ende zu.
Die Hells Angels sorgen in den deutschsprachigen Medien für Schlagzeilen, da mehrere Gerichtsverfahren und Ermittlungen gegen Mitglieder des Motorradclubs im Fokus der Berichterstattung stehen. Ein Gericht in Wien hat nun drei mutmaßliche Hells Angels wegen Erpressung und Gewaltanwendung verurteilt. Der Hauptangeklagte erhielt 33 Monate Haft, davon elf unbedingt, während ein Mitangeklagter eine unbedingte Haftstrafe von 18 Monaten erhielt. Der dritte Angeklagte wurde freigesprochen.
Die Rocker wurden beschuldigt, Schutzgelderpressung durchgeführt zu haben, und sollen im vergangenen Jahr ein Lokal in Oberösterreich heimgesucht haben, wobei der Betriebsleiter und der DK des Lokals verletzt wurden. Ein wichtiger Zeuge berichtete von massiven Drohungen und Einschüchterungsversuchen während der Verhandlung. Der Hauptangeklagte versuchte sich mit dem Alibi, dass er die besagte Nacht mit einem OnlyFans-Model verbracht habe, zu verteidigen, doch die Glaubwürdigkeit seines Alibis blieb zweifelhaft.
In Berlin und Potsdam gab es eine Grossrazzia gegen die Hells Angels, bei der rund zwölf Orte durchsucht und sieben Menschen in Haft genommen wurden. Die Vorwürfe gegen die Mitglieder der Bikergruppe sind vielfältig und reichen von Schutzgelderpressung bis hin zu Gewalt und Drogenhandel. Die Hells Angels sind für ihre strenge Hierarchie und ihre Kutte mit dem geflügelten Totenkopf als Erkennungszeichen bekannt. Die Mitglieder verstehen sich als Bruderschaft mit eigenen Regeln, weshalb sie oft eine Mauer des Schweigens bei polizeilichen Ermittlungen gegen sie errichten.
Die Prozesse gegen Mitglieder der Hells Angels sorgen für anhaltende mediale Aufmerksamkeit, da sie Einblicke in das Innenleben des Motorradclubs geben und zeigen, wie die Mitglieder ihre Macht und Loyalität zum Club über staatliche Gesetze stellen. Die Hells Angels halten sich oft bedeckt und hüllen sich in Schweigen, wenn es um Ermittlungen gegen sie geht. Trotzdem gelingt es den Behörden immer wieder, gegen einzelne Mitglieder vorzugehen und Verurteilungen zu erwirken.