Neue Explosion in der Kölner Innenstadt
In Köln gab es innerhalb von drei Tagen zwei Explosionen, die möglicherweise mit der niederländischen „Mocro-Mafia“ in Verbindung stehen. In der Ehrenstraße in Köln riss ein Knall die Anwohner aus dem Schlaf, als ein Bekleidungsgeschäft Feuer fing. Ein Passant versuchte das Feuer zu löschen, bevor die Feuerwehr eintraf. Ein 39-jähriger Zeuge wurde vernommen, blieb jedoch unverletzt. Es gab keine weiteren Verletzten und die Polizei sperrte den Tatort ab.
Die Polizei untersucht die Explosion und prüft mögliche Verbindungen zu ähnlichen Taten in Nordrhein-Westfalen, die der „Mocro-Mafia“ zugeschrieben werden. Die „Mocro-Mafia“ sind Drogenhändler, die aus den Niederlanden stammen und oft mit Drohungen in Form von Explosionen agieren. Der Täter hatte die gläserne Eingangstür des Ladens eingeschlagen und einen Brandsatz im Geschäft platziert. Nur Sekunden später stand der Eingangsbereich in Flammen. Ein etwa 1,80 Meter großer Mann wurde dabei beobachtet, wie er davonlief.
Die Ehrenstraße ist eine belebte Einkaufsstraße in Köln, nicht weit vom Hohenzollernring entfernt, wo bereits eine ähnliche Explosion stattgefunden hatte. Die Polizei sucht nach dem Tatverdächtigen anhand von Überwachungsaufnahmen. Eine Person mit einem Kapuzenpullover wurde dabei gefilmt, wie sie vermutlich einen Brandsatz vor einer Diskothek platzierte. Es gibt bisher keine klaren Videoaufnahmen von der neuen Explosion, jedoch wird nach anderen Überwachungskameras gesucht.
Außerdem wurde eine scharfe Handgranate unter einem in Köln in Brand gesteckten Auto gefunden, jedoch gibt es keine Verbindung zu den anderen Explosionen. Die Ermittlungen zu den Vorfällen sind noch im Gange. Es wird vermutet, dass die Explosionen im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden stehen, die auch aus den Niederlanden stammen. Die Polizei arbeitet daran, weitere Informationen zu den Tätern und ihren Motiven zu erhalten.