Bund korrigiert AHV-Prognose für 2033 um 2,5 Milliarden nach unten
Die AHV sorgte im Sommer für Aufsehen, als falsche Prognosen veröffentlicht wurden. Nun hat das Bundesamt für Sozialversicherungen neue Zahlen vorgelegt, die die AHV-Ausgaben auf 69 Milliarden Franken schätzen. Dies bedeutet eine Korrektur um 2,5 Milliarden nach unten gegenüber den alten Prognosen. Auch die Vorhersage für 2040 wurde um rund 6 Milliarden gesenkt. Nach einem Rechenfehler wurden die anzunehmenden Ausgaben für 2033 um 2,5 Milliarden Franken nach unten korrigiert.
In der aktuellen Prognose des Bundesamts wird eine Abweichung von 3,6 Prozent angenommen, was zu realen Ausgaben von 2,5 Milliarden Franken weniger führt. Die Daten wurden durch zwei alternative Berechnungsmodelle entwickelt, die seit Juni vom BSV verwendet werden. Die Prognosen des Bundesamts liegen zwischen den Erkenntnissen zweier Forschungsinstitute, die die Validierung der Voraussagen durchführten. Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH geht von Ausgaben zwischen 70 und 72 Milliarden Franken aus, während das Institut Demografik von 68 bis 70 Milliarden Franken prognostiziert.
Es zeigt sich, dass die bisherigen Prognosen zu den AHV-Ausgaben überschätzt wurden, insbesondere bei langfristigen Betrachtungen. Die aktuelle Prognose für das Jahr 2040 liegt nun rund 6 Milliarden Franken niedriger als zuvor angenommen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen gab Anfang August bekannt, dass es bei den Finanzprognosen für die AHV Fehler gab, die auf zwei fehlerhaften Formeln im Berechnungsprogramm beruhten.
Im Zusammenhang mit der Abstimmung über die AHV-Reform und die Erhöhung des Frauen-Rentenalters 2022 hat das Bundesgericht über zwei Abstimmungsbeschwerden zu entscheiden. Die Beschwerdeführer argumentieren, dass die Zahlen, die auf der fehlerhaften Prognose basierten und im Abstimmungsbüchlein genannt wurden, irreführend waren. Die AHV ist das Fundament der Altersvorsorge in der Schweiz, und mehr als 2,5 Millionen Pensionierte erhalten derzeit eine AHV-Rente.





