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Besitzer von Stahl Gerlafingen enttäuscht vom Bundesrat.

Der Besitzer des Stahlwerks Gerlafingen, Antonio Beltrame, hat in einem Interview seine Enttäuschung über den Bundesrat zum Ausdruck gebracht. Obwohl er das Stahlwerk nicht aufgeben möchte, fühlen sich der Schweizer Staat und die Energiepolitik gezwungen, ihn dazu zu zwingen. Das Stahlwerk, das eine Tochtergesellschaft der Beltrame-Gruppe ist, hat die Bundesräte Albert Rösti und Guy Parmelin frühzeitig über die problematischen Rahmenbedingungen informiert.

Beltrame bestätigte, dass in Gerlafingen mehr als hundert Personen entlassen werden müssen. Laut dem kaufmännischen Verband und den Gewerkschaften Syna und Unia sind 120 Mitarbeiter betroffen. Im Frühjahr wurden bereits 60 Arbeitsplätze abgebaut. Sollten sich die Rahmenbedingungen nicht ändern, besteht die Gefahr einer Schließung, da Beltrame als Unternehmer nicht täglich Geld verlieren kann. Er betonte jedoch, dass er keine Subventionen wolle und forderte gleiche Bedingungen wie die Konkurrenz.

Der Nationalrat forderte Ende September sofortige Hilfe für das bedrohte Stahlwerk in Gerlafingen und beauftragte den Bundesrat, gemeinsam mit dem Kanton Solothurn und dem Unternehmen Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um das Werk zu retten. Der Bundesrat lehnte staatliche Förderung für einzelne Unternehmen oder Branchen ab und setzt stattdessen auf bessere Rahmenbedingungen sowie energie- und klimapolitische Maßnahmen. Parmelin hatte zuvor erklärt, dass er die Stahlindustrie nicht als systemrelevant betrachte, was Beltrame jedoch widersprach.

Beltrame betonte die Bedeutung der Stahlindustrie für die Schweiz und nannte sie zentral und systemrelevant für die Kreislaufwirtschaft des Landes. Er führte an, dass aufgrund gestiegener Energiekosten und der Verbilligung von Strom für die Industrie in Frankreich und Italien das Stahlwerk im Jahr 2023 viel Geld verloren habe. Er forderte daher gleiche Bedingungen wie die Konkurrenz und machte auf die Schwierigkeiten aufmerksam, mit denen das Stahlwerk konfrontiert ist. Beltrame informierte, dass das Stahlwerk keine Subventionen wolle und lediglich über die schwierige Situation berichte.

Beltrame machte deutlich, dass er als Unternehmer keine Verluste hinnehmen könne und aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen eine Schließung des Stahlwerks drohe. Er betonte, dass er die Bundesräte Rösti und Parmelin über die prekäre Lage informiert habe und betonte, dass er keine Drohung ausspreche, sondern lediglich die schwierige Situation klarmache. Er forderte gleiche Bedingungen wie für die Konkurrenz und schilderte die Herausforderungen, mit denen das Stahlwerk konfrontiert ist. Beltrame wies darauf hin, dass das Stahlwerk systemrelevant sei und eine wichtige Rolle für die Schweizer Wirtschaft spiele.

Die Diskussion über die Zukunft des Stahlwerks Gerlafingen hat die Position des Schweizer Bundesrats gegenüber der Stahlindustrie und die Herausforderungen, denen Unternehmen wie Stahl Gerlafingen gegenüberstehen, in den Fokus gerückt. Die Forderung nach gleichen Bedingungen wie für die Konkurrenz sowie die Ablehnung staatlicher Subventionen wurden in diesem Kontext betont. Beltrame machte deutlich, dass das Stahlwerk ohne Unterstützung und bessere Rahmenbedingungen in eine prekäre Situation geraten könnte, was letztendlich zu einer Schließung führen könnte.

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