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Mutter will nur Sohn unterstützen und nicht IS

Die Eltern eines zum Islam konvertierten Genfers, der sich dem IS angeschlossen hat, stehen vor Gericht, da sie ihrem Sohn Geld nach Syrien geschickt haben. Die Strafkammer des Bundesstrafgerichts hat begonnen, die Mutter des Sohnes zu befragen, während der Vater aufgrund gesundheitlicher Gründe zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht erscheinen wird. Die Eltern stehen unter dem Vorwurf der Unterstützung des IS, da sie finanzielle Mittel an ihren Sohn geschickt haben, der sich der Terrormiliz angeschlossen hat. Die Mutter, eine 60-jährige Frau, die eine volle Invalidenrente erhält, hat vor Gericht ausgesagt, dass ihr Verhältnis zu ihren Söhnen, einschließlich des in Syrien ausgereisten Sohnes, ausgezeichnet sei.

Die Mutter hat erklärt, dass sie von den Plänen ihres Sohnes, sich dem IS anzuschließen, nichts wusste. Im Jahr 2015 habe er lediglich von einem Urlaub gesprochen, wobei sie keinerlei Veränderungen in seinem Verhalten bemerkt habe. Er habe angegeben, dass er heiraten wolle und bereits eine Tochter habe. Der Vorsitzende des Gerichts hat jedoch Beweise vorgelegt, darunter Mitteilungen und Fotos, die zeigen, dass der Sohn terroristische Aktivitäten geplant und ausgeführt hat. Die Mutter behauptet, dass ihr Sohn möglicherweise dazu gezwungen wurde und dass die Zahlungen, die sie leistete, dazu dienten, ihre Familie freizulassen und nicht den Krieg zu unterstützen.

Die Mutter beteuert die Unschuld ihres Sohnes und besteht darauf, dass er zu sanftmütig sei, um terroristische Aktivitäten auszuführen. Sie sagt, dass sie das Geld an Kuriere zahlte, die es ihrem Sohn übergaben, und dass die hohen Beträge dazu gedacht waren, ihn und seine Familie zu unterstützen, nicht den Krieg. Sie bestreitet auch die Echtheit der Fotos, auf denen ihr Sohn als IS-Kämpfer posiert. Das Gericht wird weitere Zeugen anhören, um mehr über den Fall zu erfahren.

Insgesamt zeigt der Fall die Schwierigkeiten und Komplexitäten, denen Familien gegenüberstehen, wenn sich ein Familienmitglied radikalisiert und terroristischen Organisationen beitritt. Es wirft auch Fragen über die Verantwortung der Eltern auf, wenn ihre Kinder extremistischen Gruppen beitreten. Die Beweise, die gegen den Sohn vorgelegt wurden, zeigen die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe und die damit verbundenen Konsequenzen. Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht den Fall behandelt und welche Schlüsse es aus den Beweisen ziehen wird.

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