Neapel übt Ernstfall: Evakuierungsübung für Supervulkan
Neapel probt den Ausbruch ihres Supervulkans mit einer massiven Evakuierungsübung. Über 1000 Menschen nahmen an der Übung teil, um sich auf einen möglichen Ausbruch des Supervulkans in den Phlegräischen Feldern vorzubereiten. Die Übung fand in Bacoli statt, wo die Teilnehmer aus der „Roten Zone“, dem Gebiet mit dem höchsten Vulkanrisiko, evakuiert wurden. Dabei wurden sie von Freiwilligen des Katastrophenschutzes über Verhaltensweisen im Falle eines Vulkanausbruchs informiert und anschliessend in die sichere Stadt Giugliano gebracht.
Die Warnstufe für die Region Neapel bleibt derzeit auf Gelb, was bedeutet, dass die Bewohner bei einem Wechsel zu Orange das Gebiet verlassen sollten und bei Rot dies verpflichtend ist. Im Ernstfall müssten die Bewohner in andere italienische Regionen umgesiedelt werden. Der Bürgermeister von Bacoli betonte die Bedeutung, dass die Bevölkerung den Evakuierungsplan kennt und sich darauf vorbereitet.
Die wissenschaftliche Beobachtung des Supervulkans in der Nähe von Neapel hat zugenommen, da die Erdkruste zunehmend instabil ist und verstärkte magmatische Bewegungen beobachtet werden. Im Mai wurde das stärkste Erdbeben seit 40 Jahren registriert, wodurch 1500 Menschen evakuiert werden mussten. Viele leben noch immer in Notunterkünften und fordern mehr Unterstützung für die Sanierung ihrer Häuser, die unter den häufigen Erschütterungen leiden.
Die Evakuierungsübung in Neapel verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Bedrohung durch den Supervulkan und zeigt die Herausforderungen auf, denen die Behörden und die Bevölkerung im Ernstfall gegenüberstehen würden. Die Vorbereitung auf mögliche Szenarien bleibt für die Region von höchster Wichtigkeit, um das Leben und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Es ist entscheidend, dass jeder Einzelne über die Gefahren informiert ist und wie er im Falle eines Ausbruchs handeln sollte.