Ausland

GDL legt Bedingungen für Zustimmung zum Schenker-Verkauf fest

Die Deutsche Bahn plant den Verkauf ihrer Logistiktochter Schenker, jedoch fehlt noch die Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Gewerkschaften GDL und EVG stellen sich quer und drohen damit, den Verkauf zu verhindern. Trotzdem scheint der Deal nicht gefährdet zu sein, da auch mit doppeltem Stimmrecht des Vorsitzenden eine Mehrheit im Aufsichtsrat vorhanden ist.

Die GDL steht grundsätzlich einem Verkauf von Schenker offen gegenüber, fordert jedoch ein fundiertes Übernahmekonzept, das im Interesse der Mitarbeiter des Unternehmens liegt. Der Verkaufserlös in Höhe von 14,3 Milliarden Euro soll dazu genutzt werden, den Schuldenberg des DB-Konzerns abzubauen, der sich auf rund 33 Milliarden Euro beläuft. Neben dem Aufsichtsrat muss auch der Bund dem Verkauf zustimmen.

Die GDL kritisiert jedoch, dass das Bieterverfahren nicht transparent genug dargestellt wird, was es dem Aufsichtsrat erschwert, die richtige Entscheidung zu treffen. Solange die notwendige Transparenz fehlt, kann auch die GDL keine Zustimmung geben. Trotzdem können die Gewerkschaften den Verkaufsprozess nicht aufhalten, solange die Eigentümerseite geschlossen zustimmt.

Die EVG hat bereits angekündigt, gegen den Verkauf von Schenker zu stimmen, da sie um den Verlust von Arbeitsplätzen fürchtet. Die GDL schließt sich dieser Sichtweise grundsätzlich an, betont jedoch die Bedeutung eines soliden Übernahmekonzepts für die Mitarbeiter. Letztendlich wird der Verkaufsprozess jedoch voraussichtlich weiter voranschreiten, auch wenn die Gewerkschaften den Verkauf kritisch begleiten.

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