Swatch-Chef Hayek erwägt Rückzug von der Börse
Swatch-Group-Chef Nick Hayek erwägt laut einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ einen möglichen Börsenrückzug des Unternehmens. Derzeit hält der Hayek-Pool 28,5 Prozent am Kapital der Swatch Group und 44 Prozent der Stimmen, was nahe an einem Übernahmeangebot liegt. Die Beziehungen mit Börsenakteuren sind angespannt, und Hayek betont, dass Analysteneinschätzungen für ihn als Unternehmer keine Rolle spielen. Es wird darüber spekuliert, ob es in Zukunft zu einem Going-Private kommen wird, wobei Hayek den Aktionären eine Prämie zahlen würde.
Im Hinblick auf das operative Geschäft verzeichnete die Swatch Group Umsatzrückgänge in der Region Greater China. Omega, Tissot und Longines verzeichneten Einbrüche von bis zu 50 Prozent, während Swatch selbst einen leichten Zuwachs verzeichnen konnte. Trotzdem bleibt der chinesische Markt weiterhin wichtig, und Hayek ist zuversichtlich, dass bis 2025 ein Wachstum von 10 bis 20 Prozent erreicht werden kann. Insbesondere die MoonSwatch-Reihe erzielte ein Rekordergebnis, was dem Geschäft der Marke Swatch insgesamt zugutekam.
Hayek betont, dass die Marke weiterhin weltweit erfolgreich ist, auch dank des Erfolgs neuer Modelle wie der MoonSwatch-Reihe. Die „Mission to the Super Blue Moonphase“ war innerhalb von 19 Tagen ausverkauft, und auch die Kern-Kollektionen verzeichnen ein starkes Wachstum. Trotz der Herausforderungen auf dem chinesischen Markt investiert die Swatch Group weiterhin und zeigt sich optimistisch für die Zukunft. Es bleibt abzuwarten, ob es zu einem Börsenrückzug kommen wird und wie dieser umgesetzt werden könnte.