Börsengänge weltweit auf dem Rückzug – Schweiz mit dem viertgrößten IPO
Die Aktivitäten am weltweiten Börsenmarkt sind im dritten Quartal 2024 rückläufig, trotz des erfolgreichen Börsengangs von Galderma in der Schweiz. Insgesamt haben im dritten Quartal 310 Unternehmen weltweit ein IPO durchgeführt, was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das Emissionsvolumen sank ebenfalls um 35 Prozent auf 24,9 Milliarden US-Dollar. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden insgesamt 870 Börsengänge durchgeführt, was einen Rückgang von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Regional gab es Verschiebungen am IPO-Markt, mit den USA als Gewinner bei der Anzahl der Börsengänge und China als Verlierer mit einem deutlichen Rückgang. Europäische Börsen verzeichneten zwar weniger Börsengänge, aber ein höheres Emissionsvolumen. Die Branchen Technologie, Health/Life Science und Industrie hatten die größten Anteile am Emissionsvolumen.
Der Börsengang von Galderma war das einzige IPO in der Schweiz im Jahr 2024. Mit einem Emissionsvolumen von 2,3 Milliarden Franken war er jedoch bedeutend und reiht sich weltweit unter den größten Börsengängen des Jahres auf Platz 4 ein. Insgesamt bleibt 2024 ein herausforderndes Jahr für Börsengänge, aufgrund geopolitischer Spannungen, unsicherer Konjunkturaussichten und geldpolitischer Lockerungen.
Trotz der Herausforderungen gibt es laut Tobias Meyer von EY Schweiz Anlass für vorsichtigen Optimismus. Aktienindizes notieren nahe ihrer Allzeithochs, Zentralbanken haben begonnen, Zinssenkungen vorzunehmen, und die Inflationsraten sinken in vielen Ländern. Das Volatilitätsniveau bleibt allgemein eher niedrig. Insgesamt ist die Stimmung am Börsenmarkt von Unsicherheiten geprägt, aber es gibt Anzeichen für eine gewisse Stabilität und Optimismus.





