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Experten rechnen mit weiterer Verschlechterung der Wirtschaftsaussichten

Die Konjunkturlage in der Schweiz hat sich laut Finanzanalysten und Ökonomen im September weiter verschlechtert. Der UBS-CFA-Indikator, der die Erwartungen zur Konjunktur in den nächsten sechs Monaten zusammenfasst, ist im Vergleich zum Vormonat weiter gesunken. Dies spiegelt den wachsenden Pessimismus bezüglich der Wachstumsaussichten der Schweizer Wirtschaft wider, insbesondere mit Blick auf die Entwicklungen in den USA, der Eurozone und China. Auch die Zinserwartungen sind gesunken, während die Analysten vermehrt mit einer Aufwertung des Schweizer Frankens rechnen.

Die Umfrage wurde durchgeführt, als die EZB und die US-Notenbank bereits die Leitzinsen gesenkt hatten. Die Schweizerische Nationalbank steht noch bevor. Die Teilnehmer der Umfrage gehen vermehrt von einer Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro und dem US-Dollar aus. Die Risiken einer Euro-Abwertung wurden als etwas höher eingestuft, da mehr Teilnehmer eine Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro erwarten.

Trotz der globalen Wachstumsschwäche bleiben die Teilnehmer optimistisch bezüglich der Kursentwicklung von Aktien. Mehr Befragte erwarten steigende Aktienkurse in der Schweiz, der Eurozone und den USA in den nächsten sechs Monaten. Auf lange Sicht haben sich die Erwartungen der Analysten und Ökonomen jedoch kaum verändert. Das BIP-Wachstum wird weiterhin als risikobehaftet angesehen, wobei die Wahrscheinlichkeit eines langfristigen Wirtschaftswachstums von etwa 0 bis 1 Prozent pro Jahr gestiegen ist.

Die Umfrage wurde zwischen dem 12. und 19. September durchgeführt und 34 Analysten aus der Schweizer Finanzbranche haben daran teilgenommen. Die Analysten und Ökonomen sehen langfristig eine geringe Wahrscheinlichkeit für ein Wirtschaftswachstum von 2 Prozent und mehr. Die Situation wird daher kritisch beobachtet, und es wird erwartet, dass sich die Konjunkturlage in der Schweiz weiterhin verschlechtern könnte.

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