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OECD erhöht Prognose für Weltwirtschaft geringfügig

Trotz Krisen hebt die OECD ihre Prognose für das Weltwirtschaftswachstum leicht an, was auf die relative Robustheit der Weltwirtschaft hinweist. Die Organisation rechnet für 2024 mit einem Konjunkturwachstum von 3,2 Prozent, im Vergleich zu 3,1 Prozent im Mai. Auch für das nächste Jahr wird ein Zuwachs von 3,2 Prozent erwartet. Im Euroraum wird ein Wachstum von 0,7 Prozent in diesem Jahr und 1,3 Prozent im nächsten Jahr prognostiziert. Die Schweiz wird in der Studie nicht berücksichtigt.

Die OECD sieht stabilisierende Faktoren wie sinkende Inflation, steigende Einkommen und eine weniger restriktive Geldpolitik als positiv für die Wirtschaft an. Dennoch bestehen erhebliche Risiken durch geopolitische und handelspolitische Spannungen, die Investitionen beeinträchtigen und Importpreise erhöhen könnten. Zudem könnte das Wachstum aufgrund von Problemen auf den Arbeitsmärkten stärker abschwächen als erwartet. Positiv könnten sich dagegen steigende Löhne und sinkende Ölpreise auf die Ausgaben auswirken.

Deutschland, der wichtigste Handelspartner der Schweiz, wird laut OECD nur ein Konjunkturplus von 0,1 Prozent für das laufende Jahr verzeichnen, nachdem die Prognose bereits im Mai gesenkt wurde. Im nächsten Jahr wird ein Zuwachs von 1,0 Prozent erwartet. Im Gegensatz dazu haben Spanien und Frankreich bessere Prognosen erhalten, mit einem erwarteten Wachstum von 2,8 Prozent in Spanien und 1,1 Prozent in Frankreich in diesem Jahr.

Trotz westlicher Sanktionen aufgrund des Ukraine-Kriegs floriert die russische Wirtschaft weiterhin. Die OECD hat ihre BIP-Prognosen für dieses Jahr auf 3,7 Prozent erhöht und erwartet im nächsten Jahr eine Verlangsamung auf 1,1 Prozent. Die OECD besteht aus Ländern, die sich zur Demokratie und Marktwirtschaft bekennen, darunter nicht nur Industrieländer wie Deutschland, die USA und Japan, sondern auch Schwellenländer wie Mexiko und Chile.

Insgesamt zeigt sich die Weltwirtschaft trotz Krisen und Konflikten relativ robust, was zu einer leichten Anhebung der Wachstumsprognose durch die OECD geführt hat. Stabilisierende Faktoren wie sinkende Inflation und steigende Einkommen wirken sich positiv aus, während geopolitische Risiken weiterhin bestehen. Deutschland, als wichtigster Handelspartner der Schweiz, wird nur ein geringes Wachstum verzeichnen, während Spanien und Frankreich eine optimistischere Prognose erhalten haben. Die russische Wirtschaft zeigt trotz Sanktionen eine positive Entwicklung.

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