Kosten der Königsfamilie beläuft sich auf eine halbe Milliarde pro Jahr
Die Monarchiegegner behaupten, dass die britischen Royals dem Staat jedes Jahr eine halbe Milliarde Pfund kosten. Laut einem Bericht der Gruppe Republic belaufen sich die Kosten für König Charles III. und die königliche Familie auf mehr als 500 Millionen Pfund. Die Gruppe fordert die Abschaffung der Monarchie und argumentiert, dass angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Großbritannien die Ausgaben für die Royals reduziert werden sollten.
Die genannten Kosten basieren teilweise auf Schätzungen, da offizielle Zahlen zu den Sicherheitskosten und entgangenen Einnahmen fehlen. Republic schätzt die Sicherheitskosten für die Königsfamilie auf 150 Millionen Pfund und potenzielle Mieteinnahmen für den Buckingham-Palast und Schloss Windsor auf insgesamt 72 Millionen Pfund. Es wird jedoch angezweifelt, ob eine Vermietung realistisch wäre und ob die Schätzungen der Gruppe realistisch sind.
Das Budget des Königshauses, das als „Sovereign Grant“ bezeichnet wird, basiert auf den Einnahmen des „Crown Estates“. Aufgrund gestiegener Einnahmen aus Offshore-Windkraftprojekten steigt der „Sovereign Grant“ um 45 Millionen auf rund 130 Millionen Pfund. Ein großer Teil dieser Mittel soll in die Renovierung des Buckingham-Palasts fließen. Die Royals verfügen auch über private Einnahmequellen aus Land- und Immobilienportfolios, die als Duchy of Cornwall und Duchy of Lancaster bezeichnet werden.
Die Gruppe Republic behauptet, dass dem Staat durch die Duchys Einnahmen in Höhe von fast 100 Millionen Pfund entgehen. Sie fordert eine Reduzierung der Ausgaben für das Königshaus auf fünf bis zehn Millionen Pfund und schlägt vor, dass König Charles als Staatsoberhaupt ein jährliches Gehalt von 189.000 Pfund erhalten sollte. Die Diskussion über die Finanzierung der Royals und die Rolle der Monarchie in der modernen Gesellschaft bleibt weiterhin kontrovers und polarisiert die Öffentlichkeit in Großbritannien.