Sehr schwierige Situation im Donezker Gebiet
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj die russische Armee in Donezk geschwächt. Trotzdem bleibt die Situation schwierig, mit täglichen Kämpfen in den Abschnitten Kurachowe und Pokrowsk. Selenskyj betonte auch die Kämpfe im russischen Grenzgebiet Kursk, bei denen Zehntausende russische Soldaten gebunden waren. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird in Kiew erwartet, um über Vorbereitungen auf den Winter und weitere Unterstützung zu sprechen.
Selenskyj wird in der kommenden Woche von US-Präsident Joe Biden empfangen und plant, einen „Siegesplan“ im Krieg gegen Russland vorzustellen. Russland hat die ukrainische Stadt Sumy bombardiert, wobei eine Frau getötet wurde. Die ukrainischen Streitkräfte haben über 90 russische Angriffe entlang der Frontlinie abgewehrt, aber es dauern weiterhin Kämpfe an. Die UN warnt vor langen Stromsperren im Winter aufgrund von Rückständen in der ukrainischen Energieinfrastruktur.
Die russische Armee beansprucht die Eroberung von Heorhijiwka im Donezker Gebiet, während sich die Lage im Kursker Gebiet verschlechtert und 23 Zivilisten getötet wurden. Experten befürchten massive Auswirkungen auf die Stromversorgung und andere Infrastrukturen bei langen Stromsperren im Winter. Der Einsatz von Notstromaggregaten verschlechtert die Luftqualität in den Städten und insbesondere bedürftige Bevölkerungsgruppen sind betroffen.
Die UN warnt vor ungeklärtem Abwasser in Flüssen bei langen Stromausfällen und einem anhaltenden Mangel an Strom im Winter. Die russische Armee hat in neun Wellen die ukrainische Energieinfrastruktur angegriffen, was zu einem Defizit von bis zu vier Gigawatt im Winter führen könnte. Dieses Defizit kann nicht vollständig durch Importe aus der EU oder Moldau gedeckt werden und könnte zu ernsthaften Folgen für die Bevölkerung führen. Die internationale Gemeinschaft ist besorgt über die anhaltenden Kämpfe und die humanitäre Krise in der Region.