Tochter (†3) durch Ecstasy getötet – Eltern zu 8 Jahren Haft verurteilt.
Im Mai 2020 wurde im Aargau ein dreijähriges Mädchen von seinen Eltern getötet. Die Eltern, ein 32-jährige Frau und ein 34-jähriger Mann, betäubten ihre schwer behinderte Tochter mit Ecstasy und erstickten sie anschließend. Das Bezirksgericht Bremgarten verurteilte das Elternpaar zu je acht Jahren Freiheitsentzug wegen vorsätzlicher Tötung. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Zudem wurde der Mann wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.
Die Schuldsprüche erfolgten auch aufgrund eines Tötungsversuchs, der im Oktober 2019 stattfand. Damals versuchten die Eltern bereits, ihr Kind mit einer Überdosis Schlafmittel im Schoppen zu töten, jedoch wachte das Kind wieder auf. Das Gericht ordnete für die beiden Deutschen Landesverweisungen von je zehn Jahren an. Das Kind litt seit seiner Geburt an schweren zerebralen Beeinträchtigungen und benötigte intensive Betreuung rund um die Uhr. Die Eltern gaben an, ihre Tochter aus Liebe von ihren Schmerzen und Leiden erlöst zu haben.
Die Staatsanwältin forderte Freiheitsstrafen von je 18 Jahren wegen Mordes, während die Verteidiger auf Totschlag und teilbedingte Freiheitsstrafen von je drei Jahren plädierten. Die Staatsanwältin argumentierte, dass es für das Kind durchaus Möglichkeiten für Fortschritte gegeben hätte, jedoch hätten die Eltern es loswerden wollen und daher krass egoistisch und skrupellos gehandelt. Die Grossmutter des getöteten Kindes wurde hingegen vom Vorwurf der Gehilfenschaft freigesprochen, da sie nicht von der Tötung abgehalten hatte, obwohl dies von der Anklage behauptet wurde.
Für die Eltern ist dieses Urteil ein schwerwiegender Richterspruch, der ihr Leben für immer verändern wird. Die Entscheidung des Gerichts spiegelt die Schwere ihrer Taten wider und sendet ein starkes Signal an die Gesellschaft. Es ist wichtig, dass Kinder geschützt werden und dass Eltern, die ihre Pflichten vernachlässigen und ihre Kinder verletzen oder töten, zur Rechenschaft gezogen werden. Solche Fälle zeigen, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und die Anzeichen von Vernachlässigung oder Missbrauch bei Kindern ernst zu nehmen. Es liegt an uns allen, Kinder zu schützen und sicherzustellen, dass solche Tragödien sich nicht wiederholen.





