In Zukunft sind Postauto-Tickets nur noch digital erhältlich.
Die Postauto AG digitalisiert ihren Ticketverkauf und wird ab dem 9. September den Kauf von Fahrkarten durch das Fahrpersonal auf einigen Routen abschaffen. Dieser Schritt bedeutet eine bedeutende Veränderung im öffentlichen Verkehr in der Schweiz, da künftig auf digitale Bezahlungsmethoden gesetzt wird. Die Fahrgäste auf der Route zwischen Winterthur und Elgg wurden bereits informiert und können nun Tickets telefonisch oder über die eigene App des Zürcher Verkehrsverbunds erwerben.
Der ZVV plant, den Ticketverkauf auf insgesamt 180 Linien einzustellen und setzt als Alternative auf die Nutzung der eigenen App. Dieser Übergang zur digitalen Ära soll spätestens bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 abgeschlossen sein. Dennoch zeigen sich einige Fahrgäste besorgt, insbesondere ältere Personen oder solche mit Sprachbarrieren, die Schwierigkeiten mit der Nutzung von Barcode-Tickets oder der Bezahlapp Twint haben könnten.
Postauto-Sprecherin Katharina Merkle betont jedoch, dass bis Sommer 2025 nur rund ein Fünftel der insgesamt 969 Linien betroffen sein werden und dass an Strategien gearbeitet wird, um auch Kunden zu erreichen, die weiterhin nicht auf die digitalen Verkaufskanäle umsteigen möchten. Die Einführung von Mini-Automaten in den Fahrzeugen erwies sich als unwirtschaftlich, weshalb das Smartphone als Hauptinstrument für den Ticketkauf dienen soll.
Insgesamt nutzen täglich eine halbe Million Pendler, Schüler, Freizeitreisende und Touristen das öffentliche Verkehrsnetz in der Schweiz. Die Abschaffung des Ticketverkaufs durch das Fahrpersonal und die Umstellung auf digitale Bezahlungsmethoden sind Teil eines breiteren Trends zur Digitalisierung im öffentlichen Verkehr. Die Postauto AG und der ZVV reagieren auf die rückläufige Nachfrage nach Tickets und das Ende der Lebensdauer der Verkaufsgeräte in den Bussen.
Die Einführung digitaler Verkaufskanäle bietet auch Vorteile für die Fahrgäste, wie eine einfachere und schnellere Abwicklung des Ticketkaufs sowie die Möglichkeit, Tickets jederzeit und überall zu erwerben. Die Umstellung erfordert jedoch auch Anpassungen von Seiten der Fahrgäste, die sich mit den neuen Bezahlmethoden vertraut machen müssen. Die Schweiz befindet sich somit im Wandel zu einer digitalen Zukunft im öffentlichen Verkehr, der sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.





