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Pottwal von 15 Metern Länge gestrandet am Zürcher Utoquai

Ein 15 Meter langer Pottwal liegt am Seeufer in der Stadt Zürich im Rahmen einer Kunstaktion des Künstlerkollektivs Captain Boomer. Die Aktion wurde vom Zürcher Theater Spektakel in Zusammenarbeit mit der Meeresschutzorganisation KYMA organisiert. Das Theater Spektakel betont die Bedeutung der künstlerischen Auseinandersetzung mit ökologischen Fragen, die bereits mehrere Festivalausgaben geprägt haben.

Die Installation des Pottwals am Zürichseeufer soll das Bewusstsein für Umweltzerstörung, Artensterben und die Gefährdung natürlicher Lebensräume schärfen. Eine Meeresbiologin von KYMA betont, dass auch die Schweiz ihren Beitrag zum Schutz der Meere leisten muss, da selbst hier verbrauchte Chemikalien und Mikroplastik in die Flüsse gelangen und letztendlich ins Meer.

Das Künstlerkollektiv Captain Boomer beschreibt die Strandung eines Wals als ein magisches Ereignis, das in der Vergangenheit Dörfer begeistert hat. Die Aktion in Zürich soll dieses Ereignis rekonstruieren und gleichzeitig als gigantische Metapher für die Störung des Ökosystems dienen. Die Idee der performativen Walstrandung wurde erstmals 2008 vom belgischen Kollektiv entwickelt und wurde seither in verschiedenen europäischen Grossstädten sowie in Australien inszeniert.

Die Kunstaktion in Zürich läuft noch bis zum 1. September auf der Landiwiese in Zürich-Wollishofen und ist Teil eines breiteren Programms des Zürcher Theater Spektakels zur Auseinandersetzung mit ökologischen Fragen. Die Installation des Pottwals am Seeufer soll die Besucher dazu anregen, über die Umweltzerstörung und die Bedrohung natürlicher Lebensräume nachzudenken und sich für den Schutz der Meere einzusetzen.

Die Reaktionen auf die Kunstaktion sind gemischt, mit einigen Besuchern, die Angst vor Pottwalen haben und nicht ins Wasser springen würden. Dennoch betont das Künstlerkollektiv die emotionale und symbolische Wirkung des gestrandeten Wals am Ufer des Zürichsees und hofft, dass die Installation das Bewusstsein für Umweltprobleme schärfen kann. Die Aktion zeigt deutlich, dass auch in der Schweiz Massnahmen zum Schutz der Meere erforderlich sind, um die Verschmutzung durch Chemikalien und Mikroplastik zu reduzieren.

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