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Technik: KI-generierte Preise wegen Bedenken hinsichtlich Datenschutz kritisiert

Dynamische Preise sind im Online-Handel längst üblich und finden nun auch im Einzelhandel Einzug. Die US-Supermarktkette Kroger plant, mithilfe von KI ihre Preisgestaltung zu optimieren. Dies stößt auf Kritik von Datenschützern und Politikern, die Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre und möglicher Ungleichheiten äußern. In der Schweiz ist der Einsatz von KI im Einzelhandel derzeit kein Thema, auch wenn einige Supermärkte bereits mit individuellen Preisen experimentieren.

Seit 2018 setzt die US-Supermarktkette Kroger auf dynamische Preise und möchte nun den nächsten Schritt gehen, indem sie mittels Gesichtserkennung das Geschlecht und Alter der Kunden erfasst, um personalisierte Angebote und Werbung zu präsentieren. Dies hat Datenschutzbedenken hervorgerufen, woraufhin sich auch Politiker wie Senatorin Elizabeth Warren und Senator Bob Casey einschalteten, um ihre Besorgnis über mögliche Privatsphäreverletzungen zum Ausdruck zu bringen. Sie warnen vor der Erstellung personalisierter Profile und der Ermittlung der Zahlungsbereitschaft der Kunden zur Gewinnmaximierung.

In der Schweiz ist der Einsatz von KI im Einzelhandel derzeit keine gängige Praxis, wie ein Bericht der «Handelszeitung» aus dem Jahr 2018 zeigt. Obwohl dynamische Preise in kleinem Rahmen schon länger üblich sind, wird KI bisher nicht zur individuellen Preisgestaltung eingesetzt. Größere Supermärkte wie die Migros experimentieren jedoch mit individualisierten Cumulus-Coupons. Die Frage nach dem Einsatz von KI im Einzelhandel spaltet die Meinungen, wie eine Umfrage zeigt, in der die Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Relevanz der Angebote deutlich werden.

Aktuell ist in der Schweiz kein System bekannt, das mithilfe von KI die Preise kontinuierlich anpasst. Es wird jedoch vermutet, dass dies nur eine Frage der Zeit ist, da die Technologie sich weiterentwickelt. Ob die Politik eingreifen wird, um Datenschutzbedenken zu adressieren, bleibt abzuwarten. Der Einsatz von KI im Einzelhandel birgt Potenzial für personalisierte Angebote, wirft jedoch auch ethische Fragen auf, die sorgfältig abgewogen werden müssen.

Insgesamt zeigt sich, dass dynamische Preise im Einzelhandel nun auch mithilfe von KI Einzug halten. Während dies in den USA zu kontroversen Diskussionen führt, ist der Einsatz von KI im Schweizer Einzelhandel derzeit noch nicht weit verbreitet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Technologie in Zukunft entwickeln wird und welche regulatorischen Maßnahmen ergriffen werden, um die Privatsphäre der Kunden zu schützen.

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