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Tochter mit Behinderung wurde getötet – Mutter sagt «ich würde es wieder tun»

Im Aargau sollen Eltern ihre schwer behinderte Tochter getötet haben, da sie ihnen lästig war, so die Staatsanwaltschaft. Im Jahr 2020 verstarb das dreijährige Mädchen, nachdem die Eltern ihr Ecstasy verabreichten und sie erstickten. Bereits ein Jahr zuvor hatten sie erfolglos versucht, sie mit einer Überdosis Schlafmittel zu töten, da das Kind schwer zerebral beeinträchtigt war und auf lebenslange Betreuung angewiesen war. Die Eltern waren laut Anklage völlig überfordert und lehnten Hilfsangebote ab, abgesehen von der Grossmutter des Mädchens. Die Staatsanwaltschaft klagt die Eltern des Mordes und des Mordversuchs an, während die Grossmutter der Gehilfenschaft zum Mord beschuldigt wird.

Die Mutter verteidigt sich vor Gericht und behauptet, dass sie ihrer Tochter helfen wollte, da das Kind zunehmend gelitten habe. Sie betont, dass sie ihre Tochter geliebt habe und nicht loswerden wollte, obwohl die Anklage sie des Mordes aus Egoismus bezichtigt. Die dreijährige gemeinsame Zeit sei schön gewesen, aber als das Kind neun Monate alt war, wurden schwere zerebrale Schäden diagnostiziert. Die Beschuldigte gibt an, dass die Beeinträchtigungen des Kindes extrem waren und es dauerhaft Schmerzen und Krämpfe hatte, sowie Schwierigkeiten beim Schlucken, Schlafen und Kontaktaufnahme mit anderen Kindern.

Die Mutter erklärt, dass sie fast ständig mit ihrer Tochter zusammen war, da diese sehr auf sie fixiert war und auch nur von ihr Nahrung akzeptierte. Die Grossmutter half zwar stundenweise, aber die Mutter fühlte sich nicht überfordert. Sie und ihr Partner sahen die Tötung des Kindes als Lösung, um ihm weiteres Leid zu ersparen, da sie zuvor vergeblich versucht hatten, auf andere Weise zu helfen. Die Mutter betont, dass sie die Tat wiederholen würde, da es für das Kind das Richtige war, auch wenn es strafrechtlich verfolgt wird. Die Verhandlung wird fortgesetzt, um den Vater des getöteten Kindes zu befragen.

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