Ausland

Schweizer Motorradfahrer verursachen Ärger im Schwarzwald

Die kleine deutsche Gemeinde Menzenschwand, die im Schwarzwald liegt, kämpft mit einem zunehmenden Problem von Töff-Lärm. Dies führt zu zahlreichen Beschwerden von Anwohnern, die seit Jahren unter dem immensen Lärm leiden. Mit rund 800 Einwohnern bietet die Gemeinde eigentlich Ruhe zwischen grünen Wiesen und dunklen Wäldern, aber die Menzikurve zieht viele Motorrad-Fans an. Die Kurve gilt in der Töff-Community als Hotspot und lockt auch viele Schweizer Töfffahrer an. Die langgezogene 180 Grad-Kurve auf der L146 wird als die «schärfste Kurve im Schwarzwald» bezeichnet und liegt oberhalb der kleinen Gemeinde. Aufgrund der geringeren Bussen für zu schnelles Fahren in Deutschland kommen einige Fahrer aus der Schweiz, um die Kurve zu befahren.

In der Töff-Szene ist die Menzikurve ein beliebtes Ziel, aber auch ein Lärmproblem für die Anwohner von Menzenschwand. Seit Jahren klagen sie über den Töff-Lärm, der ihre Lebensqualität stark beeinträchtigt. Der Ortsvorsteher Joachim Gfrörer vergleicht die Situation mit einem Rennstrecke und beschreibt, dass die Anwohner sich lange Zeit gestört gefühlt haben. Die Beschwerden häuften sich und führten zu Maßnahmen wie der Reduzierung der erlaubten Geschwindigkeit auf 50 km/h und der Installation von Leitschwellen, um Töfffahrer am Überholen zu hindern. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die Beschwerden bestehen und die Anwohner hoffen auf eine Lösung des Problems.

Der Töff-Lärm in Menzenschwand führt dazu, dass die Anwohner unter gesundheitlichen Problemen leiden. Eine Bewohnerin berichtet von Depressionen aufgrund des andauernden Lärms und klagt darüber, dass der Lärm sie krank gemacht hat. Die zahlreichen Beschwerden der Bevölkerung füllen ganze Ordner und zeigen, dass das Problem dringend angegangen werden muss. Neue Maßnahmen wurden eingeführt, um den Lärm zu reduzieren, aber die Wirksamkeit bleibt abzuwarten. Im Herbst soll eine Bewertung der Maßnahmen stattfinden, um zu prüfen, ob diese zur Lösung des Problems beigetragen haben.

Schweizer Töfffahrer kommen nach Menzenschwand, um die Menzikurve zu befahren, da die Busse für zu schnelles Fahren in Deutschland geringer sind als in der Schweiz. Ein Fahrer wurde kürzlich mit 170 km/h auf einer 80er-Straße gestoppt und musste nur eine Busse von 700 Euro bezahlen. In der Schweiz hätte er eine Freiheitsstrafe von ein bis vier Jahren erhalten und seinen Fahrausweis für mindestens zwei Jahre verloren. Die Anwohner klagen über die Missachtung der Verkehrsregeln durch die Schweizer und glauben nicht, dass neue Maßnahmen das Problem lösen können. Die Situation bleibt angespannt, da der Töff-Lärm weiterhin die Ruhe und Gesundheit der Menschen in Menzenschwand beeinträchtigt.

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