Richterurteil: Prinz Harrys Visumsunterlagen bleiben geheim
Ein Think-Tank, die Heritage Foundation, reichte eine Klage ein, um die Visum-Dokumente von Prinz Harry in den USA offenzulegen. Sie argumentierte, dass der Royal in den Unterlagen gelogen haben könnte. Nach monatelanger Prüfung entschied US-Bezirksrichter Carl Nichols jedoch, dass die Dokumente nicht veröffentlicht werden sollen. Er begründete seine Entscheidung mit Harrys Recht auf Privatsphäre.
Obwohl der Richter feststellte, dass Harry aufgrund seiner öffentlichen Stellung weniger Anspruch auf Privatsphäre habe, betonte er dennoch dessen berechtigtes Interesse an Vertraulichkeit bezüglich seiner Einwanderungsunterlagen. Die Heritage Foundation argumentierte, dass Harry bei der Beantragung seines Visums falsche Angaben zu seinem Drogenkonsum gemacht haben könnte. In seinen Memoiren und in einer Netflix-Serie sprach Harry offen über den Gebrauch von Cannabis, Kokain und Magic Mushrooms.
Trotz dieser Enthüllungen und dem öffentlichen Interesse an Harrys Privatleben entschied Richter Nichols zugunsten des Royals. Die Entscheidung stellt auch eine Hürde für frühere Drohungen von Donald Trump dar, der Prinz Harry mit Deportation gedroht hatte, falls er gelogen hatte. Das Gerichtsurteil zeigt, dass Harry auch als Mitglied der königlichen Familie weiterhin ein Anrecht auf Privatsphäre hat.
Harrys Autobiografie „Spare“, die intime Einblicke in sein Leben gewährt, wurde ein Bestseller. Die Stiftung Heritage Foundation hatte auf Grundlage dieser Offenbarungen die Herausgabe von Harrys Einwanderungsunterlagen beantragt. Trotzdem entschied Richter Nichols, dass Harry ein berechtigtes Interesse an der Vertraulichkeit seiner Unterlagen habe, und wies die Klage ab.
Die Entscheidung des Gerichts zeigt, dass auch prominente Persönlichkeiten wie Prinz Harry Anspruch auf Privatsphäre haben, selbst wenn sie öffentlich über persönliche Angelegenheiten sprechen. Die Diskussion um die Offenlegung von Harrys Visum-Dokumenten hat damit vorerst ein Ende gefunden, und der Royal kann weiterhin auf die Vertraulichkeit seiner Einwanderungsunterlagen bauen.