Selenskyj: Russische Flugplätze müssen angegriffen werden.
In der Ukraine verschärft sich die Lage weiter, nachdem russische Luftangriffe ukrainische Städte getroffen haben. Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert den Westen auf, die Erlaubnis zum Einsatz schwerer Waffen gegen Ziele in Russland zu geben. Er argumentiert, dass nur durch Angriffe auf russische Militärflugplätze tief im russischen Staatsgebiet die russischen Luftangriffe gestoppt werden können. Eine ukrainische Delegation führt Gespräche mit den USA, um diese Erlaubnis zu erlangen. Die Ukraine hat bereits eine Liste potenzieller Ziele für Langstreckenwaffen vorgelegt, um ihre Bevölkerung vor weiteren Angriffen zu schützen.
Die Ukraine fordert die Westmächte auf, sie im Kampf gegen Russland zu unterstützen. Selenskyj betont die Wichtigkeit der Freigabe von Langstreckenwaffen, um den ukrainischen Luftraum von russischen Lenkbomben zu säubern. Er appelliert an die USA, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland, die Ukraine umfassend zu schützen. Bisher haben die westlichen Partner die Ukraine daran gehindert, mit den gelieferten schweren Waffen Ziele auf russischem Staatsgebiet anzugreifen. Die ukrainische Armee ist daher auf Kampfdrohnen aus eigener Produktion angewiesen, deren Sprengkraft begrenzt ist.
Die Ukraine wartet dringend auf bereits zugesagte zusätzliche Flugabwehr-Systeme, um mehr Sicherheit für die ukrainische Bevölkerung zu gewährleisten. Selenskyj hofft auf eine schnelle Umsetzung dieser Absprachen, ohne jedoch konkrete Details zu nennen. An den Fronten im Osten der Ukraine haben sich zahlreiche Gefechte zwischen ukrainischen Verteidigern und russischen Angreifern ereignet. Der ukrainische Generalstab meldet 109 bewaffnete Zusammenstöße im Tagesverlauf. Besonders heftige Kämpfe fanden in der Umgebung der Stadt Pokrowsk statt, wo russische Einheiten 23 Mal die Verteidigungslinien der Ukrainer angriffen.
In der Region Sumy wurden schwere russische Artillerieangriffe gemeldet, wobei mindestens 15 Siedlungen beschossen wurden. Die Stadt Sudscha in der Region Kursk, die von Ukrainern besetzt ist, wird ebenfalls von russischer Artillerie attackiert. Trotzdem gibt es keine offiziellen Angaben über den Verlauf der ukrainischen Offensive in die westrussische Region Kursk. Die Ukraine kritisiert das russische Vorgehen in Sudscha, wo die Stadt systematisch zerstört wird. Die Ukraine hat Sudscha zum Sitz ihrer Militärkommandantur für die Region Kursk erklärt.
Insgesamt zeigt sich in der Ukraine eine angespannte Situation, die durch russische Luftangriffe und heftige Kämpfe an den Fronten im Osten des Landes geprägt ist. Präsident Selenskyj setzt weiterhin auf die Unterstützung der westlichen Partner im Kampf gegen Russland und fordert die Freigabe von schweren Waffen, um die Bevölkerung zu schützen. Die Ukraine wartet dringend auf weitere Flugabwehr-Systeme, um die Sicherheit im Land zu verbessern. Die Gefechte an den Fronten im Osten der Ukraine halten weiter an, wobei insbesondere die Regionen Pokrowsk und Sumy von schweren Angriffen betroffen sind. Die Situation bleibt weiterhin instabil, während die Ukrainer um ihre Sicherheit und Unabhängigkeit kämpfen.