BASF kündigt stark reduzierte Dividende an
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF plant eine Kürzung seiner jährlichen Gewinnausschüttungen an die Aktionäre. Die direkte Gewinnbeteiligung soll in den kommenden Jahren bei mindestens 2,25 Euro pro Aktie liegen, was deutlich unter den bisherigen Zahlungen von 3,40 Euro je Aktie liegt. Experten hatten eine höhere Dividende erwartet. Die jährliche Dividendensumme wird in den nächsten Jahren bei etwa zwei Milliarden Euro liegen, wobei zwischen 2025 und 2028 insgesamt rund acht Milliarden Euro an Dividenden ausgeschüttet werden sollen. Zusätzlich plant BASF Aktienrückkäufe im Wert von bis zu vier Milliarden Euro ab 2027.
Der Grund für die Kürzung der Dividenden und die Einführung von Sparmaßnahmen liegt im Kostendruck und den hohen Energiepreisen, unter denen BASF derzeit leidet. Bereits im Februar hat das Unternehmen ein milliardenschweres Sparprogramm mit Stellenabbau und Schließung von Anlagen angekündigt, um die Profitabilität zu steigern. Besonders das Stammwerk in Ludwigshafen, der größte Produktionsstandort des Konzerns, soll neu aufgestellt werden, um jährlich zusätzlich eine Milliarde Euro einzusparen. Es ist noch unklar, wie viele Stellen in Ludwigshafen davon betroffen sein werden.
BASF reagiert mit den geplanten Maßnahmen auf die derzeitige wirtschaftliche Situation, die durch den Kostendruck und die hohen Energiepreise erschwert wird. Die Kürzung der Dividenden und die Sparmaßnahmen sollen dazu dienen, die Profitabilität des Unternehmens zu steigern und die finanzielle Gesundheit langfristig zu sichern. Die Aktionäre müssen sich auf geringere Gewinnausschüttungen einstellen, während BASF gleichzeitig auf Aktienrückkäufe setzt, um zusätzliche Anreize zu schaffen.
Die Ankündigung von BASF, die Dividenden zu kürzen und Aktienrückkäufe durchzuführen, hat zu gemischten Reaktionen geführt. Während einige Experten die Maßnahmen als notwendigen Schritt zur Sicherung der Profitabilität des Unternehmens sehen, sind die Aktionäre enttäuscht über die geringeren Gewinnausschüttungen. Die Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft des Stammwerks in Ludwigshafen und der damit verbundenen Stellenabbau trägt zur Verunsicherung bei.
BASF setzt mit den geplanten Maßnahmen auf langfristige Profitabilität und finanzielle Stabilität, auch wenn dies vorübergehend zu geringeren Dividendenzahlungen führt. Das Unternehmen reagiert damit auf die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und strebt eine Neuausrichtung seines größten Produktionsstandorts in Ludwigshafen an, um die Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Zukunft von BASF hängt maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung dieser Sparmaßnahmen ab.





